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PB 18+ ? (Ja/Nein) · PW (Passwort)
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(Deine Story hier ✨)
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[center][style=font-size:6px]@Delilah Brubaker @Nici Tatsuya
©Design - NiciTatsuya[/style][/center]
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(Name) · (Alter / Herkunft) · (Beruf / Schicht)
Emilia Forsberg · 16/Malmö · Schülerin/ Unterschicht (geborene Mittelschicht)
Avatar: Emily Rudd
Rolle:
x Bewohner
□ Prominenz
□ Gesundheit
□ Recht
□ Kriminell
Gesuch:
□ Ja
x Nein
Probepost:
□ Ja
x Nein
□ Schon erledigt/ Schreibstil bekannt
OOC:
PB 18+ ? Ja · *muss mal was anderes futtern außer Kekse...vielleicht ein schöner Salat zwischendurch?*- Deli
Story
Geboren wurde ich in Malmö. Meine Mutter, eine erfolgreiche Ärztin im Bereich der Unfallmedizin brachte mich nach stundenlangen Wehen wohlerhalten auf die Welt. Wer mein Vater war erfuhr ich nie, auf Fragen reagierte meine Mutter immer gleich: schweigen und weggucken. Sie hatte nie über ihn geredet, selbst als ich älter wurde. Als Kind stellte ich mir oft vor, dass sie es geheim halten musste und ich vielleicht eine Halbgöttin war oder das uneheliche Kind von jemand wichtigem, ein König oder ein Prinz. Als ich älter wurde und mehr Lebenserfahrung hatte dachte ich das genaue Gegenteil davon, vielleicht war er kriminell, ein Dealer, ein Vergewaltiger oder noch schlimmer. Erfahren habe ich es nie.
Wir lebten nah bei der Familie meines Onkels und meiner Cousine Amalia. Oftmals war ich bei ihnen, öfters auch über Nacht, wenn Mom arbeiten musste. Einzelkind einer alleinerziehenden Mutter zu sein war nicht einfach, auch wenn ich die Familie meines Onkels jederzeit bei mir hatte. Am meisten mochte ich Amalias Hüpfburg, da verbrachten wir Stunden. Ich mochte auch ihre beiden Schwestern sehr. Wirklich allein fühlte ich mich zu dieser Zeit nie. Bei der großen Sammlung an aufblasbaren Sachen, die meine Cousine anfing machte ich auch mit, genauso wenn es hieß spielen bis etwas kaputtging. Ich probierte immer darauf zu achten, dass nur die Sachen kaputtgingen, die sowieso schon stark abgenutzt waren. Mal war es ein Wasserball, mal eine Luftmatratze, mal ein Ballon, aber nie die Hüpfburg, die bauten wir gemeinsam aus, immer größer und besser. Irgendwann war sie sogar Pool-tauglich. Mein Onkel war davon begeistert, er konnte unsere Ideen für seine Firma gut verwenden.
Doch dann änderte sich plötzlich alles. Meine Oma wurde krank und wir zogen plötzlich ganz schnell nach Taylors Falls. Dort merkten wir dann auf der Farm sehr schnell, dass ich eine Tierhaarallergie hatte und zogen ein zweites Mal um. Meine Mom lebten nicht mehr auf der Farm, aber nah genug für Besuche. Amalia war regelmäßig da. Hüpfburg, Ausflüge und Sleepover wurde wieder Alltag. Zumindest bis Amalia fürs Studium nach Saint Paul zog. Ab dem Zeitpunkt sahen wir uns nicht mehr so oft, aber immer noch regelmäßig. Ich ging immer noch zur Schule, alles war gut. Mit Amalias kleiner Schwester spielte ich weiterhin regelmäßig. Also war ich weiterhin nie allein.
Doch vor kurzem änderte sich alles. Ein Spielemittag mit Amalia, meine Mom war auf der Arbeit und würde erst spät zurückkommen. Solange wollte Amalia bleiben und auf mich aufpassen. Es wurde spät, wir bestellten Pizza, es wurde noch später, ich probierte mich wachzuhalten, es wurde noch später, Amalia trug mich ins Bett weil ich eingeschlafen war, es wurde noch später und plötzlich hörten wir ein klingeln an der Tür. Anstatt Mom waren es aber zwei Polizisten mit sehr schlechten Nachrichten. Mom war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ich war Vollwaise.
Natürlich wollte mich mein Onkel auf der Farm aufnehmen, natürlich wollte ich bei ihnen leben, aber wegen meiner Tierhaarallergie merkten wir schnell, dass das keine Möglichkeit war. So kam ich in die Organisation "Hope for Saint Paul". Amalia durfte mich jederzeit besuchen. Da ich mittlerweile angefangen hatte professionell Sport zu machen, im Bogenschießen, wurde sogar ein eigener kleiner Bereich für mich eingerichtet, finanziert von meinem Onkel.
©Design - NiciTatsuya
Delilah Brubaker ist am Weg
zuletzt bearbeitet 04.08.2026 20:31 |
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Ach herrje, das tut mir aber leid dass deine Verwandten dich nicht aufnehmen können,aber in Hopr for St. Paul hast du einen Platz und bist auch nicht weit weg von ihnen damit sie dich besuchen können. Lange Rede kurzer Sinn...alle Angaben sind korrekt du kannst durchrutschen oder hopsen mit einem dieser Lufthopsbällen^^
@Aiyana Stillwater @Eduard Hudson @Theresa Gelgado @Jaron Miller @Lydia Harrington @Nici Tatsuya @Raelle Thorn @Yiya Striker @Niklas Brubaker
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(Name) · (Alter / Herkunft) · (Beruf / Schicht)
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□ Prominenz
□ Gesundheit
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□ Ja
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□ Schon erledigt/ Schreibstil bekannt
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PB 18+ ? (Ja/Nein) · PW (Passwort)
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(Name) · (Alter / Herkunft) · (Beruf / Schicht)
Rune Arion Summerbell · 21y.o|Amerikaner · Student & Prostituierter | Unterschicht
Avatar: Eduard-Andrei Banu/ reserviert? Ja
Rolle:
X Bewohner
□ Prominenz
□ Gesundheit
□ Recht
□ Kriminell
Gesuch:
□ Ja
X Nein
Probepost:
□ Ja
X Nein
□ Schon erledigt/ Schreibstil bekannt
OOC:
PB 18+ ? (Ja) · PW (LÄCHELN? Wo zur Hölle ist mein Gartenzwerg abgeblieben??!! Ich kann so nicht arbeiten! xD)
Story
Rune war einundzwanzig Jahre alt, als er zum ersten Mal das Gefühl hatte, sein eigenes Leben wirklich in den Händen zu halten. Die Erwartungen zurückzulassen und sein wahres Ich ausleben zu können.
Von außen betrachtet war seine Kindheit beinahe perfekt gewesen. Er wuchs in einer wohlhabenden Familie auf, der es an nichts mangelte. Sein Vater ein erfolgreicher Unternehmer in der Automobilbranche, seine Mutter hoch angesehen in gesellschaftlichen Kreisen. Gemeinsam mit seinem Geschwisterchen lebte Rune in einem großen, sehr modern eingerichtetem Haus, in dem es an nichts fehlte. Die Familie machte stetig Urlaubsreisen, feierte Geburtstage mit viel Aufwand, ohne Kosten und Mühen zu scheuen, und sorgte dafür, dass ihre Kinder die besten Schulen besuchen konnten, die es im Umkreis von Kansas gab. Doch Wohlstand bedeutete nicht, dass jeder Wunsch bedingungslos erfüllt wurde. Seine Eltern legten großen Wert auf Disziplin, gute Manieren und ein gepflegtes Auftreten. Rune lernte früh, dass man sich gewisse Dinge verdienen musste und das Geld nicht einfach auf Bäumen wuchs, sondern an bestimmte Bedingungen geknüpft war. Das störte ihn zunächst nicht. Was ihn jedoch störte, war die Tatsache, dass seine Eltern bereits sehr früh eine Vorstellung davon hatten, wie ihr Sohn zu sein hatte. Vor allem aber wie ihr Sohn nach außen zu wirken hatte.
Schon als kleines Kind faszinierte ihn alles, was außergewöhnlich war. Während andere Jungen von Sporttrikots oder Superheldenkostümen begeistert waren, blieb Rune vor Schaufenstern stehen und bewunderte ausgefallene Stoffe verschiedenster Kleidungsstücke und die kunstvollen Make-up-Kreationen in Modemagazinen. Nicht selten kam es vor, dass er im Laden einfach nur die Stoffe berühren wollte und sich ein ums andere Mal in der Damenabteilung wiederfand. Anfangs hielten seine Eltern das für eine Phase. Doch je älter Rune wurde, desto deutlicher wurde auch, dass sein Interesse an bunten Farben, verschiedenen Stoffen und ausgefallener Kleidung, sowie Make-up nicht verschwand. Mit zehn Jahren begann er, sich für Modenschauen zu interessieren und mit zwölf zeichnete er eigene Kostümentwürfe auf vorgezeichneten Puppenbildern. Wenn seine Mutter neue Kosmetikprodukte kaufte, beobachtete er neugierig die Farben und Techniken. Er liebte Farben, Glitzer und die Möglichkeit, durch Kleidung und Schminke Geschichten zu erzählen. Doch seine Eltern reagierten zunehmend ablehnend. Was zunächst nur missbilligende Kommentare gewesen waren, entwickelte sich mit den Jahren zu strengen Regeln. Rune durfte sich seine Kleidung nicht mehr selbst aussuchen. Seine Eltern kauften die meisten Sachen für ihn und erwarteten unter strenger Hand, dass er sie trug. Alles, was zu auffällig, farbenfroh, kreativ oder ungewöhnlich erschien, verschwand aus seinem Kleiderschrank.
Als er sich mit dreizehn das erste Mal für Technik zu interessieren schien, gab es einen Funken Hoffnung in den Augen der Eltern. Ein Funken, der alles andere zu überschatten versuchte. Mit Freude kaufte die Familie ihn die neuesten Computer und Laptops, in der Hoffnung das dies die Wende bringen würde. Rune aber nutzte diese Dinge nicht nur fürs Hacken der Alarmanlagen im Haus, sondern auch um seine Zeichnungen zu digitalisieren. Ein Jahr später begann er, die Verbote heimlich zu umgehen. Von seinem Taschengeld kaufte er einzelne Kleidungsstücke, die er im Keller oder bei Angestellten versteckte. Er lernte über Videos verschiedene Make-up-Techniken und übte des Nachts, wenn alle anderen im Haus schliefen. Er stahl sich, mittels einer Überbrückung der Alarmanlagen, aus dem Haus um Bilder seiner Make-Up-Künste zu machen und aus den Fehlern zu lernen. Zum ersten Mal in all den Jahren entwickelte er Geheimnisse und je mehr seine Eltern versuchten, ihn in eine bestimmte Richtung zu zwingen, desto stärker wurde der Wunsch, den eigenen Weg zu finden. In den nächsten Jahren verschlechterte sich die Beziehung zu seinen Eltern zunehmend. Besonders schwierig wurde es, als Rune versuchte, seine eigene Identität besser zu verstehen. Die meisten seiner Schwärmereien galten Mädchen, doch er bemerkte auch, dass er sich gelegentlich zu Männern hingezogen fühlte. Für Rune war das nichts Bedrohliches. Es war einfach ein Teil von ihm, doch die Sorge um seine Eltern, die so etwas abnorm fanden, blieb und so erzählte er ihnen davon nichts. Ihre Haltung gegenüber allem, was von ihren Vorstellungen abwich, hatte ihm deutlich gezeigt, wie sie wahrscheinlich reagieren würden. Akzeptanz oder Toleranz gehörten nicht zu den Dingen, die Rune von ihnen erwarten konnte. Als das Ende der Schulzeit näher rückte, kam es zum größten Konflikt im Hause Summerbell. Während seine Eltern wollten, dass er Wirtschaft, Jura oder etwas Ähnlich angesehenes studierte, sah Rune eine andere Zukunft vor sich. Seine Pläne wichen massiv, von denen seiner Eltern, ab. Er wollte Kostüm- und Make-up-Design studieren. Es zogen Wochen ins Land. Heimlich meldete er sich an verschiedensten Universitäten an und wartete jeden Tag geduldig auf die Antworten. Erst nach einer Zusage, brachte er den Mut auf, seine Entscheidung zu verkünden. Es folgten Wochen voller Streit, Demütigung und Drohungen. Sein Traum sei völlig abstrus, unrealistisch, peinlich und vor allem kein zukunftsorientierter Beruf. Eine Verschwendung seines Potenzials, dass sie in Wahrheit nie wahrgenommen hatten. Doch zum ersten Mal in seinem Leben gab Rune nicht nach, was seine Eltern dazu veranlasste ihn auf die Straße zu setzen.
Heute lebt der einundzwanzig jährige in dem Nobelbordell in Staint Paul, in welchem er auch neben seinem Studium arbeitet. Er könnte wieder zu seinen Eltern ziehen, doch dies wäre an Bedingungen geknüpft, die er partout nicht eingehen möchte. Seine finanzielle Situation könnte besser laufen aber mit dem Job im Bordell kann er zumindest sein Studium finanzieren. Doch zum ersten Mal in seinem Leben entscheidet er selbst, welche Kleidung er trägt und wie er sich nach außen hin präsentieren möchte. Er brauchte keine Angst mehr, vor ihrer psychischen Gewalt zu haben und durfte seine Sexualität zum ersten Mal ohne Aufwand ausleben. Auf dem Campus ist er ein Eigenbrötler und Außenseiter. Der stille Typ der im Hintergrund vor seinem Laptop hängt, immer die Kopfhörer dabei um seine Außenwelt nur bedingt wahrnehmen zu müssen. Die Beziehung zu seinen Eltern ist weiterhin angespannt. Die letzten Gespräche endeten oft in Diskussionen und auf Anerkennung braucht er nicht zu hoffen, die hatte er nie bekommen. Trotzdem bereut Rune seine Entscheidungen nicht. Denn er hat gelernt, dass Selbstbestimmung mehr wert sein kann als jede Form von Wohlstand und dass die schönsten Kunstwerke oft genau dort entstehen, wo andere nur Fehler erkennen.
Von außen betrachtet war seine Kindheit beinahe perfekt gewesen. Er wuchs in einer wohlhabenden Familie auf, der es an nichts mangelte. Sein Vater ein erfolgreicher Unternehmer in der Automobilbranche, seine Mutter hoch angesehen in gesellschaftlichen Kreisen. Gemeinsam mit seinem Geschwisterchen lebte Rune in einem großen, sehr modern eingerichtetem Haus, in dem es an nichts fehlte. Die Familie machte stetig Urlaubsreisen, feierte Geburtstage mit viel Aufwand, ohne Kosten und Mühen zu scheuen, und sorgte dafür, dass ihre Kinder die besten Schulen besuchen konnten, die es im Umkreis von Kansas gab. Doch Wohlstand bedeutete nicht, dass jeder Wunsch bedingungslos erfüllt wurde. Seine Eltern legten großen Wert auf Disziplin, gute Manieren und ein gepflegtes Auftreten. Rune lernte früh, dass man sich gewisse Dinge verdienen musste und das Geld nicht einfach auf Bäumen wuchs, sondern an bestimmte Bedingungen geknüpft war. Das störte ihn zunächst nicht. Was ihn jedoch störte, war die Tatsache, dass seine Eltern bereits sehr früh eine Vorstellung davon hatten, wie ihr Sohn zu sein hatte. Vor allem aber wie ihr Sohn nach außen zu wirken hatte.
Schon als kleines Kind faszinierte ihn alles, was außergewöhnlich war. Während andere Jungen von Sporttrikots oder Superheldenkostümen begeistert waren, blieb Rune vor Schaufenstern stehen und bewunderte ausgefallene Stoffe verschiedenster Kleidungsstücke und die kunstvollen Make-up-Kreationen in Modemagazinen. Nicht selten kam es vor, dass er im Laden einfach nur die Stoffe berühren wollte und sich ein ums andere Mal in der Damenabteilung wiederfand. Anfangs hielten seine Eltern das für eine Phase. Doch je älter Rune wurde, desto deutlicher wurde auch, dass sein Interesse an bunten Farben, verschiedenen Stoffen und ausgefallener Kleidung, sowie Make-up nicht verschwand. Mit zehn Jahren begann er, sich für Modenschauen zu interessieren und mit zwölf zeichnete er eigene Kostümentwürfe auf vorgezeichneten Puppenbildern. Wenn seine Mutter neue Kosmetikprodukte kaufte, beobachtete er neugierig die Farben und Techniken. Er liebte Farben, Glitzer und die Möglichkeit, durch Kleidung und Schminke Geschichten zu erzählen. Doch seine Eltern reagierten zunehmend ablehnend. Was zunächst nur missbilligende Kommentare gewesen waren, entwickelte sich mit den Jahren zu strengen Regeln. Rune durfte sich seine Kleidung nicht mehr selbst aussuchen. Seine Eltern kauften die meisten Sachen für ihn und erwarteten unter strenger Hand, dass er sie trug. Alles, was zu auffällig, farbenfroh, kreativ oder ungewöhnlich erschien, verschwand aus seinem Kleiderschrank.
Als er sich mit dreizehn das erste Mal für Technik zu interessieren schien, gab es einen Funken Hoffnung in den Augen der Eltern. Ein Funken, der alles andere zu überschatten versuchte. Mit Freude kaufte die Familie ihn die neuesten Computer und Laptops, in der Hoffnung das dies die Wende bringen würde. Rune aber nutzte diese Dinge nicht nur fürs Hacken der Alarmanlagen im Haus, sondern auch um seine Zeichnungen zu digitalisieren. Ein Jahr später begann er, die Verbote heimlich zu umgehen. Von seinem Taschengeld kaufte er einzelne Kleidungsstücke, die er im Keller oder bei Angestellten versteckte. Er lernte über Videos verschiedene Make-up-Techniken und übte des Nachts, wenn alle anderen im Haus schliefen. Er stahl sich, mittels einer Überbrückung der Alarmanlagen, aus dem Haus um Bilder seiner Make-Up-Künste zu machen und aus den Fehlern zu lernen. Zum ersten Mal in all den Jahren entwickelte er Geheimnisse und je mehr seine Eltern versuchten, ihn in eine bestimmte Richtung zu zwingen, desto stärker wurde der Wunsch, den eigenen Weg zu finden. In den nächsten Jahren verschlechterte sich die Beziehung zu seinen Eltern zunehmend. Besonders schwierig wurde es, als Rune versuchte, seine eigene Identität besser zu verstehen. Die meisten seiner Schwärmereien galten Mädchen, doch er bemerkte auch, dass er sich gelegentlich zu Männern hingezogen fühlte. Für Rune war das nichts Bedrohliches. Es war einfach ein Teil von ihm, doch die Sorge um seine Eltern, die so etwas abnorm fanden, blieb und so erzählte er ihnen davon nichts. Ihre Haltung gegenüber allem, was von ihren Vorstellungen abwich, hatte ihm deutlich gezeigt, wie sie wahrscheinlich reagieren würden. Akzeptanz oder Toleranz gehörten nicht zu den Dingen, die Rune von ihnen erwarten konnte. Als das Ende der Schulzeit näher rückte, kam es zum größten Konflikt im Hause Summerbell. Während seine Eltern wollten, dass er Wirtschaft, Jura oder etwas Ähnlich angesehenes studierte, sah Rune eine andere Zukunft vor sich. Seine Pläne wichen massiv, von denen seiner Eltern, ab. Er wollte Kostüm- und Make-up-Design studieren. Es zogen Wochen ins Land. Heimlich meldete er sich an verschiedensten Universitäten an und wartete jeden Tag geduldig auf die Antworten. Erst nach einer Zusage, brachte er den Mut auf, seine Entscheidung zu verkünden. Es folgten Wochen voller Streit, Demütigung und Drohungen. Sein Traum sei völlig abstrus, unrealistisch, peinlich und vor allem kein zukunftsorientierter Beruf. Eine Verschwendung seines Potenzials, dass sie in Wahrheit nie wahrgenommen hatten. Doch zum ersten Mal in seinem Leben gab Rune nicht nach, was seine Eltern dazu veranlasste ihn auf die Straße zu setzen.
Heute lebt der einundzwanzig jährige in dem Nobelbordell in Staint Paul, in welchem er auch neben seinem Studium arbeitet. Er könnte wieder zu seinen Eltern ziehen, doch dies wäre an Bedingungen geknüpft, die er partout nicht eingehen möchte. Seine finanzielle Situation könnte besser laufen aber mit dem Job im Bordell kann er zumindest sein Studium finanzieren. Doch zum ersten Mal in seinem Leben entscheidet er selbst, welche Kleidung er trägt und wie er sich nach außen hin präsentieren möchte. Er brauchte keine Angst mehr, vor ihrer psychischen Gewalt zu haben und durfte seine Sexualität zum ersten Mal ohne Aufwand ausleben. Auf dem Campus ist er ein Eigenbrötler und Außenseiter. Der stille Typ der im Hintergrund vor seinem Laptop hängt, immer die Kopfhörer dabei um seine Außenwelt nur bedingt wahrnehmen zu müssen. Die Beziehung zu seinen Eltern ist weiterhin angespannt. Die letzten Gespräche endeten oft in Diskussionen und auf Anerkennung braucht er nicht zu hoffen, die hatte er nie bekommen. Trotzdem bereut Rune seine Entscheidungen nicht. Denn er hat gelernt, dass Selbstbestimmung mehr wert sein kann als jede Form von Wohlstand und dass die schönsten Kunstwerke oft genau dort entstehen, wo andere nur Fehler erkennen.
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Nici Tatsuya sagt Dankeschön!
Nici Tatsuya ist am Weg
Delilah Brubaker bekommt einen Lachflash
Delilah Brubaker macht Feierabend
zuletzt bearbeitet 04.08.2026 20:31 |
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Uuunnddd da bin ich..
hey (:
Ich machs mal kurz:
Name: check
Avatar: check
@Eduard Hudson Wird dich sicher abholen

Eduard Hudson verspricht es!
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(Name) · (Alter / Herkunft) · (Beruf / Schicht)
Franklin Townsend · 35/New Orleans · Priester zur Zeit allerdings 'außer Dienst'/ ehemaliger Lieutenant Colonel der Army/ Oberschicht
Avatar: (Ryan Reynolds / reserviert für mich)
Rolle:
x Bewohner
□ Prominenz
□ Gesundheit
□ Recht
□ Kriminell
Gesuch:
□ Ja
x Nein
Probepost:
□ Ja
x Nein
□ Schon erledigt/ Schreibstil bekannt
OOC:
PB (Haltbarkeitsdatum überschritten) · PW *Rölps* Ups...sorry - Deli
Story
Franklin Townsend wurde am 23.10.1990 als zweiter Sohn in eine reiche und alt eingesessene Familie in New Orleans geboren. Seine Kindheit verlief ohne große Vorkommnisse. Er war das Nesthäkchen und wurde von seiner Mutter auch so behandelt, dennoch war er nicht verweichlicht, dafür sorgte sein Vater, der ihm und seinem Bruder Max bereits früh alle wichtigen Werte und Eigenschaften eines Mannes beibrachte. Ehrlichkeit, Treue, Standhaftigkeit, Entschlossenheit und Stärke waren ihm besonders wichtig. Der junge Franklin entpuppte sich als wirklich guter Schüler und hatte keinerlei Schwierigkeiten die Schule mit Bravour hinter sich zu bringen. Doch was sollte er nun nach dieser Zeit tun? Sein Bruder wurde in der Firma seines Vaters eingespannt um später einmal die Geschäfte zu übernehmen und Frank war sich unschlüssig was er tun sollte. Er wollte etwas Nützliches tun, etwas für andere also ging er zur Army. So konnte er etwas für sein Land tun. Die Ausbildung war hart aber stählte ihn zu einem durchtrainierten kampferprobten Mann. Mit seiner Einheit zusammen eine zusammengeschweißte Truppe wurde er in die gefährlichsten Gebiete der Welt geschickt. Sie kehrten immer erfolgreich zurück bis zu diesem einem schicksalhaften Tag an dem sie in einen Hinterhalt gerieten. In dem felsigen Gebiet umgeben von Steilhängen und Geröll wurde seine Einheit angegriffen, die Felsen jedoch boten ihnen keinen Schutz, ganz im Gegenteil sie entpuppten sich als tödliche Falle. Erwischte einem keine Kugel erschlugen einen die gelösten Felsen die durch Granaten zerbombt wurden. Es war ein Desaster, seine Freunde und Kameraden fielen wie Dominosteine. Frank hatte keine Ahnung wie viele der Angreifer sie mitgenommen hatten in den Tod, jedoch hörte der Beschuss schließlich auf und der schwerverletzte Franklin blieb in Schutt und Staub liegen, es war totenstill. Der junge Mann hatte abgeschlossen er hatte seinen Frieden mit Gott gemacht, doch seine Zeit war noch nicht gekommen, der Folgetrupp der Stunden später eintraf fand ihn als einzigen Überlebenden seiner gesamten Einheit, er wurde erstversorgt und ins Militärhospital gebracht, wo er seine Wunden auskurierte und viel und lange über sein Leben nachdenken konnte. Er suchte den Grund den Grund für sein Überleben, so zog er sich 2019 in ein Kloster zurück. Dort fiel es ihm leicht sich dem strengen Tagesplan einzuordnen, nichts Anderes war er durch die Army gewöhnt. Er war kein Mönch aber er fügte sich in deren Gemeinschaft ein, half beim täglichen Ablauf trainierte und dachte über sich und sein Leben nach Als Bruder Frank, auch wenn er dem Orden nicht offiziell angehörte wurde er von allen geschätzt und respektiert. Die Unentschlossenheit, die sein Leben gerade bestimmte hätte seinen Vater wohl nicht gerade glücklich gestimmt, doch das musste dieser nicht mehr erleben. Max hatte die Firma übernommen und Frank wusste nichts mit seinem Leben anzufangen, wieso hatte ihn Gott überleben lassen? Erst das Gespräch mit dem Abt des Klosters eröffnete ihm neue Möglichkeiten. Etwa 4 Jahre war er ein treuer und aufopfernder Gefährte der Brüder des Ordens gewesen, sodass ihm der Abt nachdem Frank in dieser Zeit bereits Theologie studiert hatte in seiner Zurückgezogenheit und als Seelsorger tätig war, den Vorschlag unterbreitete ob er sich nicht das Leben als Priester für sich vorstellen könnte.
Das war eine neue Seite die sich da auftat, aber er war sich nicht sicher, bis jetzt waren alle Entscheidungen freiwillig von ihm getroffen gewesen, doch dann würde er sich Regeln unterwerfen bei denen er sich nicht sicher war ob er sie einhalten wollte oder konnte für den Rest seines Lebens. Er war sich immer noch nicht sicher als er sich dafür entschied, aber was sollte er sonst mit seinem Leben anfangen? Er war das Leben allein gewöhnt nur umgeben von anderen Brüdern, der ‚jüngste‘ war er auch nicht mehr. Auch wenn er sich früher Familie gewünscht hatte. Das einzige was in ihm Fragen aufwarf war das Zölibat. Er war bisher freiwillig abstinent gewesen und wenn er sich weihen ließ, MUSSTE er Frauen abschwören, war er dazu bereit? Auch wenn er bereits seit 2019 keine Frau mehr hatte war das doch keine leichte Entscheidung. So ließ sich Franklin zu einem Mann Gottes weihen und war dies nun bereits seit fast 3 Jahren.
„ Vater, ich versichere ihnen es geht mir gut, sie müssen sich nicht sorgen..“
„Mein lieber Pater Jacob, ich sehe doch, dass sie sich mit etwas quälen…wenn sie sich nicht in ärztliche Behandlung begeben wollen, dann machen sie etwas Urlaub. Das ist natürlich nur eine fromme Bitte, wir brauchen sie, aber voll und ganz und nicht geistesabwesend und nachdenklich. Gehen sie in sich, oder suchen sie sich Hilfe, was ihnen mehr hilft.“
Der Bischof nickte ihm zu, Franklin wusste er hatte gar keine Wahl nachdem ihm sein ‚Vorgesetzter‘ schon darauf ansprach dann musste er ob er wollte oder nicht. So ging er nach Minnesota verabschiedete sich um in sich zu gehen, sein Leben von allen Seiten noch einmal zu betrachten, seiner Depression auf den Grund zu gehen, denn eigentlich war er doch glücklich, dachte er. Er bezog ein kleines Haus am abgelegenen Teil eines Sees um sich über viel klar zu werden, nichts ahnend was auf ihn zukommen würde.
Das war eine neue Seite die sich da auftat, aber er war sich nicht sicher, bis jetzt waren alle Entscheidungen freiwillig von ihm getroffen gewesen, doch dann würde er sich Regeln unterwerfen bei denen er sich nicht sicher war ob er sie einhalten wollte oder konnte für den Rest seines Lebens. Er war sich immer noch nicht sicher als er sich dafür entschied, aber was sollte er sonst mit seinem Leben anfangen? Er war das Leben allein gewöhnt nur umgeben von anderen Brüdern, der ‚jüngste‘ war er auch nicht mehr. Auch wenn er sich früher Familie gewünscht hatte. Das einzige was in ihm Fragen aufwarf war das Zölibat. Er war bisher freiwillig abstinent gewesen und wenn er sich weihen ließ, MUSSTE er Frauen abschwören, war er dazu bereit? Auch wenn er bereits seit 2019 keine Frau mehr hatte war das doch keine leichte Entscheidung. So ließ sich Franklin zu einem Mann Gottes weihen und war dies nun bereits seit fast 3 Jahren.
„ Vater, ich versichere ihnen es geht mir gut, sie müssen sich nicht sorgen..“
„Mein lieber Pater Jacob, ich sehe doch, dass sie sich mit etwas quälen…wenn sie sich nicht in ärztliche Behandlung begeben wollen, dann machen sie etwas Urlaub. Das ist natürlich nur eine fromme Bitte, wir brauchen sie, aber voll und ganz und nicht geistesabwesend und nachdenklich. Gehen sie in sich, oder suchen sie sich Hilfe, was ihnen mehr hilft.“
Der Bischof nickte ihm zu, Franklin wusste er hatte gar keine Wahl nachdem ihm sein ‚Vorgesetzter‘ schon darauf ansprach dann musste er ob er wollte oder nicht. So ging er nach Minnesota verabschiedete sich um in sich zu gehen, sein Leben von allen Seiten noch einmal zu betrachten, seiner Depression auf den Grund zu gehen, denn eigentlich war er doch glücklich, dachte er. Er bezog ein kleines Haus am abgelegenen Teil eines Sees um sich über viel klar zu werden, nichts ahnend was auf ihn zukommen würde.
©Design - NiciTatsuya
Nici Tatsuya ist am Weg
zuletzt bearbeitet 04.08.2026 20:32 |
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ach du meine güte, da ist man einmal nicht am PC o.o
hey (:
Ich machs mal kurz:
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Avatar: check
@Jaron Miller Wird dich sicher abholen

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(Name) · (Alter / Herkunft) · (Beruf / Schicht)
Kirill Valerievich Nowak-Sergeyev · 30/Arkhangelsk, Russland · Selbstständiger Tätowierer/Mittelschicht
Avatar: (Name / reserviert?) Vlado Saric, ist reserviert
Rolle:
X Bewohner
□ Prominenz
□ Gesundheit
□ Recht
□ Kriminell
Gesuch:
□ Ja
X Nein
Probepost:
□ Ja
X Nein
□ Schon erledigt/ Schreibstil bekannt
OOC:
PB 18+ ? (Ja/Nein) Yes · PW *Nici hats gemapft*
Story
02.02.1996
„Todeszeitpunkt: 03:30 Uhr. Tut mir leid, Kleiner.“ Mein Leben fing schon gut an. Ganz alleine kam ich in Rzeszów, Polen zur Welt. Meine Mutter Ewelina Nowak durfte ich nie kennenlernen. Auf meinem Armband stand nur „Chłopiec Nowak“ da ich niemanden hatte, der mir einen Namen geben konnte. Eine der Schwestern nannte mich dann irgendwann Jacek, damit ich nicht namenlos blieb. Es dauerte ein paar Tage, bis mein Vater aufgetaucht war, um mich in seine Heimat mitzunehmen. Bis dahin war ich aber alleine.
Arkhangelsk, Russland
„Name?“ - „Kirill Valerievich Nowak-Sergeyev“ In meinem neuen Zuhause angekommen, ließ mein Vater erstmal meinen Namen eintragen. Um meine Mutter - seine Exfreundin, wie ich später erfuhr - zu ehren, bekam ich einen Doppelnamen, was nicht gerade typisch war in dem Land.
Meine frühe Kindheit verlief eigentlich recht ruhig, auch wenn wir sehr oft umzogen. Mein Vater war seltsamerweise oft weg, ließ mich bei irgendwelchen Nachbarn oder Freunden, wenn er wegen seiner Arbeit verschwinden musste. So wirklich verstehen konnte ich das alles nicht. Auch, dass wir plötzlich umzogen nach Nizhnyy Novgorod, verstand ich nicht. Mit wem würde ich jetzt spielen? Wer würde auf mich aufpassen, wenn er verschwand?
Nizhnyy Novgorod, Russland
„Nein! Nicht mein Kind! Kirill!“ Was machte dieser Polizist mit meinem Vater? Mittlerweile war ich acht, in der Grundschule. Viele Freunde hatte ich nicht. Und mit viele, meinte ich so gut wie gar keine. Aus irgendeinem Grund wollten die Eltern der anderen Kinder nicht, dass sie mit mir spielten oder sprachen. Aber warum? Was hatte ich getan? Nun musste ich zusehen, wie die Polizei unsere Wohnung stürmte, wie sie ihn gewaltsam zu Boden warfen und mitnahmen. Und ich? Ich stand in der Tür, verängstigt, weinte, fand keine Kraft zum Wegrennen. Ein Polizist kam also auf mich zu, sprach, aber ich hörte ihn nicht. Seine Worte kamen nicht bei mir an. Als er mich dann mitnahm, fühlte ich zum ersten Mal in meinem Leben das, was mich für wahrscheinlich den Rest meines Lebens begleiten würde: Gähnende Leere. Sie steckten mich in ein Heim, wo ich nicht mit den anderen Kindern klar kam. Ich bekam Wutanfälle, wurde immer wütender und aggressiver, nicht nur den Kindern, sondern auch den Mitarbeitenden gegenüber. Es dauerte nicht lange, bis sie die Nase voll hatten und mich in ein Heim für schwer erziehbare Kinder in Voronezh steckten. Natürlich wurde ich schon wieder abgeschoben, abgestempelt.
Voronezh, Russland
„Ich will nicht mit dir reden!“ - „Das ist okay, Kirill. Du musst aber trotzdem zu diesen Terminen erscheinen.“ Leuten den Mittelfinger zu zeigen, wurde meine Lieblingsgeste. Vor allem bei meinem Sozialarbeiter, den ich einmal pro Woche sehen musste. So langsam kam ich in die Pubertät und das bedeutete: Meine Selbstzweifel, mein Selbsthass, mein Hass auf die gesamte Welt wurde immer stärker, immer größer. Und so, wie ich immer größer und stärker wurde, wurde ich auch immer aggressiver. Nach wie vor hatte ich keine Freunde, wurde von allen in der Schule gemieden - wenn ich denn überhaupt dort auftauchte. Die Leute im Heim versuchten alles mit mir - Therapie, Kampfsport, Musiktherapie - aber ich öffnete mich nicht. Gut, ich ging im Kampfsport auf, ich meine - ich durfte Leuten tatsächlich eine reinhauen ohne Konsequenzen!
Aber wo ich wirklich drin aufging? Zeichnen, Kunst, denn ich zeichnete schon mein ganzes Leben. Es war mein Zufluchtsort. Ich zeichnete, was ich gesehen hatte, was ich fühlte und das war wirklich das einzige, was mich runterbrachte. Mittlerweile war ich in einer Pflegefamilie untergebracht. Natürlich hasste ich es dort. Sie waren nicht meine Eltern, sie würden nie meine Eltern sein. Also lief ich weg, machte irgendwelche Randale oder so viele Probleme, dass das Heim mich wieder zurücknehmen musste. Dann landete ich in einer neuen Familie, die mich wie Dreck behandelten. Ich war deren Putzkraft, nicht mehr, nicht weniger. Ich wurde angeschrien, man warf Sachen nach mir, wenn ich nicht gut genug geputzt hatte, sperrte mich manchmal sogar einfach aus. Zeichnen war in dieser Zeit immer noch mein Zufluchtsort, ich träumte davon, Künstler zu werden, vielleicht sogar eine Kunstakademie zu besuchen. Bis jemand eines Tages mein Zeichenblock vor meinen Augen zerriss. Und mit dieser Geste hatte dieser Penner auch mich endgültig zerrissen. Ich packte meine paar Sachen und lief weg.
Moskau, Russland
„Bist du nicht ein bisschen zu jung um hier zu sein?“ Mit 15 war ich also obdachlos, komplett auf mich allein gestellt. Durch kleine Jobs konnte ich mich irgendwie über Wasser halten, wobei ich Essen und Trinken meistens klaute. Es war zu dieser Zeit, das ich anfing zu trinken. Irgendwie musste ich mir mein Leben schön machen, mich warm halten, wenn ich auf einer Parkbank oder irgendwo unter einer Brücke oder am Bahnhof schlief. Das Leben auf der Straße ließ mich alt, heruntergekommen aussehen. Gut, der Alkohol trug auch dazu bei. Irgendwann fing ich dann an mehr zu klauen - Geld, Sprühdosen, Schuhe oder Hosen. Mit den Sprühdosen lebte ich meine kreative Seite aus, sprühte überall Graffiti und dann kam es wie es kommen musste: Ich konnte nicht schnell genug rennen und wurde verhaftet. Ehrlich gesagt, fand ich es gar nicht so schlimm in einer Zelle zu sitzen. Es war wärmer als draußen auf einer Parkbank, ich bekam etwas kleines zu essen, etwas Wasser. Dann wurde ich wieder von einem Sozialarbeiter aufgegabelt und landete wieder in einem Heim. Wegen meiner Graffiti wurde ich zu Sozialstunden verurteilt und durfte diese in einem Tierheim abarbeiten. Dort entdeckte ich meine Liebe zu Tieren. Tiere urteilten nicht, ihnen war es egal, woher man kam, wie viel oder wenig man hatte. Das erste Mal in meinem Leben sah ich eine Zukunft - eine Zukunft, in der ich mich um Tiere und ihr Wohl kümmern konnte. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich irgendwas wie Perspektive.
„Kirill? Sohn?“ - „Dad?!“ Damit rechnete ich nicht. Er war zurück, er wurde aus der Haft entlassen und kam, um mich zurückzuholen. Zunächst fiel es mir schwer ihm zu vertrauen, er war die Hälfte meines Lebens weg gewesen und ich wusste nicht mal, warum er überhaupt inhaftiert worden war. Doch jetzt erzählte er mir alles: Es stellte sich heraus, dass mein Vater Verbindungen zu der Mafia hatte, dass er Drogen für sie verkaufte. Ich erfuhr endlich, warum er so oft weg war, als ich klein war, warum wir so oft umziehen mussten und warum die Polizei unsere Wohnung damals gestürmt hatte. Aber das war nicht alles. Ich erfuhr auch, was es mit meiner Mutter auf sich hatte, woher mein Vater kam, wie das alles passiert war: Mein Vater wuchs selbst in einem armen Umfeld auf, verfiel in falsche Kreise, wurde von seinen Eltern rausgeworfen und von der Mafia aufgefangen. Er fing an für sie zu verticken, verkaufte seine Seele für Geld. Dann lernte er meine Mutter kennen, eine Polin, die durch ein Austauschprogramm nach Russland kam. Ihre Beziehung war hitzig, intensiv und oft kam es zu Streitereien. Sie liebten sich, dann trennten sie sich, dann waren sie wieder ein Paar und dann trennten sie sich wieder. Und so ging es wohl ein paar Jahre, bis Ewelina den Schlussstrich zog. Auch wenn sie nun in Ewelinas Heimatstadt Rzeszów zusammenwohnten, beendete sie alles, schickte Valerii zurück nach Russland und bat ihn sich nicht mehr zu melden. Aber das konnte und wollte er nicht so stehen lassen. Meine Mutter stieß ihn immer wieder von sich ohne große Worte, sagte ihm aber letztendlich doch, dass sie schwanger war und nicht wollte, dass ich mit einem Vater aufwuchs, der Drogen schmuggelte und vertickte. Was mit meinen Großeltern auf ihrer Seite war, das konnte mein Vater mir nicht sagen - er kannte sie nicht, wusste nichts wirklich über sie und Ewelina sprach nie wirklich über sie. Woher er dann wusste, dass sie im Krankenhaus war? Sie hatte es ihm vorher gesagt, da sie es sich anders überlegte, ihn vielleicht doch dabei haben wollte. Also kam Valerii, aber leider zu spät.
Mein Vater und ich näherten uns also wieder an, er wurde zu meiner Vertrauensperson, irgendwo zum Vorbild. Er gab sich Mühe, sein Leben in den Griff zu kriegen, arbeitete jetzt als Tellerwäscher, brach den Kontakt zur Mafia ab. Und auch wenn es jetzt danach aussah, dass alles besser werden würde, wurde es das irgendwie nicht. Noch immer griff ich täglich zum Alkohol, traute niemandem wirklich über den Weg, hatte keine Freunde.
Rzeszów, Polen
„Dein Polnisch ist zwar echt schlecht, aber das sollte genügen, um hier zu arbeiten.“ Mit meinem Vater war ich zurück zu meinem Geburtsort gereist. Hier fühlte ich mich meiner Mutter und irgendwo auch meinen Wurzeln besonders verbunden. Irgendwas drang mich dazu zu bleiben, also suchte ich mir einen Job in einer Bar, übte und verbesserte mein Polnisch. Hier ließ ich mir auch meine ersten Tattoos stechen und entdeckte meine Liebe zur Körperkunst. Zeichnen war noch immer meine Passion, es war das einzige, was mich mein ganzes Leben lang begleitete. Auch wenn ich noch immer hinter der Theke einer Bar arbeitete, spielte ich mit dem Gedanken, selbst Tattoo Artist zu werden. Meine Kunst auf die Körper anderer zu bringen. Ich sparte also etwas Geld an, sprach mit dem Tattoo Artist meines Vertrauens, zeichnete wie verrückt, wenn ich nicht auf der Arbeit war und legte ihm dann mein Portfolio vor. Er gab mir Tipps, wollte mir helfen, diese Kunst zu erlernen, also kaufte ich mir meine erste Tattoo Maschine und übte an Kunsthaut und schließlich auch an mir selbst und meinem - wie ich ihn nannte - Tattoo-Lehrer.
São Paulo, Brasilien
„Du kannst mir vertrauen. Ich geh auch nicht weg.“ Es hielt mich nicht lange in Polen. Ich wollte in die Sonne, also ging es auf nach Brasilien. Warum Brasilien? Warum nicht?! Ich nahm an Tattoo-Conventions teil, suchte ein Studio, wo ich loslegen konnte und fand den bei Mariana dos Santos Soares. Sie brachte mir vieles bei, half mir meine Technik zu verbessern und irgendwo auch meinen Stil zu finden. Wenn ich nicht gerade im Studio war, zog es mich zu den verschiedensten Bars, verbrachte meine Nächte mit oder bei irgendwelchen Flirts, die schließlich zu One Night Stands wurden. Ich war kein Mann für Beziehungen, das war zu viel Nähe, ich machte mich zu verletzlich und musste mich öffnen. Das waren alles Dinge, die ich garantiert nicht wollte. Selbst wenn sie mir ihre Nummern gaben und ich sagte, dass ich anrufen würde, wusste ich ganz genau, dass ich das nicht tun würde.
Dann erhielt ich einen Anruf, den wohl schlimmsten Anruf, den ich hatte kriegen können: Mein Vater wurde tot aufgefunden. Diese Gefühle, die mich überkamen, waren… viel zu viele. Der Schmerz war viel zu groß. Ich hatte nie gelernt mit Gefühlen umzugehen, hatte Angst vor dem Verlust und jetzt stand ich da. Wortlos, gefühlskalt und gleichzeitig überwältigt von Wut, Trauer und irgendwo auch Verleugnung. Ich legte auf, schrieb Mariana und machte mich auf zur nächsten Bar, wo ich mich komplett volllaufen ließ. Dann zog ich weiter, zog durch die Stadt im Suff, nahm alles nur noch so halb wahr. Irgendwann, nachdem sie mich ausfindig gemacht hatte, kam Mariana und sammelte mich ein, versuchte auf mich einzureden und irgendwie da zu sein, was ich nicht begriff. Warum tat sie das? Warum zeigte sie sich besorgt? Weil ich endlich - zum ersten Mal in meinem Leben - eine wirklich gute Freundin gefunden hatte. Sie nahm mich mit zu sich, ließ mich auf ihrem Bett den Rausch ausschlafen und begleitete mich über die nächste Zeit durch meine Trauer, durch diese Gefühle, die ich nicht fühlen wollte. Und während ich ihr noch immer nicht viel über meine Vergangenheit erzählte, mich versuchte zu verschließen, merkte ich, dass ich sie doch sehr nah an mich rangelassen hatte. Mit der Zeit wurde sie zu meiner Besten Freundin, die einzige Person, die ich hatte. Trotzdem wurde mein Alkoholproblem nicht besser und irgendwann konnte ich es vor ihr nicht mehr verheimlichen. Gleich mehrmals wurde ich gebeten einen Entzug zu machen, mir Hilfe zu suchen, aber irgendwo wollte ich das gar nicht. Meine Angst vor dieser Veränderung, davor, diese Stütze zu verlieren, war einfach viel zu groß. Schließlich hatte ich mich doch bequatschen lassen und ging in eine Entzugsklinik, versuchte mich zu bessern, ohne mich wirklich großartig den Leuten dort zu öffnen. Dann ging es mir auch erstmal „besser“ - ich hatte doch tatsächlich mit dem Trinken aufgehört. Aber was machte ich dann nachts? Wo sollte ich die nächste Frau für den Abend finden, wenn nicht in der Bar? Ich war überfragt.
St. Paul, USA
„Ich will.“ Mariana und ihre Frau, die als Piercerin im Studio tätig war, gaben sich endlich das Jawort. Und was wollte ich? Saufen, natürlich! Inzwischen hatte ich wieder - heimlich - mit dem Trinken angefangen. Na ja, nicht ganz so heimlich. Mariana und ihre Frau boten mir an, dass ich mit in die USA, wir zu dritt ein Studio eröffnen, damit ich nicht alleine zurück blieb unter der Voraussetzung, dass ich wieder einen Entzug machte. Offensichtlich willigte ich ein und ging zum zweiten Mal in die Entzugsklinik, dieses Mal in Minneapolis. Und dieses Mal schaffte ich es sogar fast drei Jahre trocken zu bleiben. Leider musste ich nur wieder rückfällig werden. Und zwar so richtig. Nach einem kompletten Absturz fand ich mich in einem Blumenbeet vor irgendeiner Boutique wieder mit zerrissenem Shirt und nur einem Schuh am Fuß. Und über 50 verpasste Anrufe. Wo war mein verdammter Schuh? In dem Blumenbeet daneben. Mariana und ihre Frau sammelten mich ein und steckten mich wieder in die Klinik. Und dieses Mal wollte ich es wirklich schaffen. Dieses Mal wollte ich wirklich aufhören und es für immer gut sein lassen. Wenigstens versuchen mich zu bessern. Mir wurde klar, dass ich mich vielleicht öffnen musste, dass ich an mir arbeiten musste. Aber konnte ich mich wirklich ändern? War ich wirklich dazu bereit, mich zu öffnen und verletzlich zu machen?
„Todeszeitpunkt: 03:30 Uhr. Tut mir leid, Kleiner.“ Mein Leben fing schon gut an. Ganz alleine kam ich in Rzeszów, Polen zur Welt. Meine Mutter Ewelina Nowak durfte ich nie kennenlernen. Auf meinem Armband stand nur „Chłopiec Nowak“ da ich niemanden hatte, der mir einen Namen geben konnte. Eine der Schwestern nannte mich dann irgendwann Jacek, damit ich nicht namenlos blieb. Es dauerte ein paar Tage, bis mein Vater aufgetaucht war, um mich in seine Heimat mitzunehmen. Bis dahin war ich aber alleine.
Arkhangelsk, Russland
„Name?“ - „Kirill Valerievich Nowak-Sergeyev“ In meinem neuen Zuhause angekommen, ließ mein Vater erstmal meinen Namen eintragen. Um meine Mutter - seine Exfreundin, wie ich später erfuhr - zu ehren, bekam ich einen Doppelnamen, was nicht gerade typisch war in dem Land.
Meine frühe Kindheit verlief eigentlich recht ruhig, auch wenn wir sehr oft umzogen. Mein Vater war seltsamerweise oft weg, ließ mich bei irgendwelchen Nachbarn oder Freunden, wenn er wegen seiner Arbeit verschwinden musste. So wirklich verstehen konnte ich das alles nicht. Auch, dass wir plötzlich umzogen nach Nizhnyy Novgorod, verstand ich nicht. Mit wem würde ich jetzt spielen? Wer würde auf mich aufpassen, wenn er verschwand?
Nizhnyy Novgorod, Russland
„Nein! Nicht mein Kind! Kirill!“ Was machte dieser Polizist mit meinem Vater? Mittlerweile war ich acht, in der Grundschule. Viele Freunde hatte ich nicht. Und mit viele, meinte ich so gut wie gar keine. Aus irgendeinem Grund wollten die Eltern der anderen Kinder nicht, dass sie mit mir spielten oder sprachen. Aber warum? Was hatte ich getan? Nun musste ich zusehen, wie die Polizei unsere Wohnung stürmte, wie sie ihn gewaltsam zu Boden warfen und mitnahmen. Und ich? Ich stand in der Tür, verängstigt, weinte, fand keine Kraft zum Wegrennen. Ein Polizist kam also auf mich zu, sprach, aber ich hörte ihn nicht. Seine Worte kamen nicht bei mir an. Als er mich dann mitnahm, fühlte ich zum ersten Mal in meinem Leben das, was mich für wahrscheinlich den Rest meines Lebens begleiten würde: Gähnende Leere. Sie steckten mich in ein Heim, wo ich nicht mit den anderen Kindern klar kam. Ich bekam Wutanfälle, wurde immer wütender und aggressiver, nicht nur den Kindern, sondern auch den Mitarbeitenden gegenüber. Es dauerte nicht lange, bis sie die Nase voll hatten und mich in ein Heim für schwer erziehbare Kinder in Voronezh steckten. Natürlich wurde ich schon wieder abgeschoben, abgestempelt.
Voronezh, Russland
„Ich will nicht mit dir reden!“ - „Das ist okay, Kirill. Du musst aber trotzdem zu diesen Terminen erscheinen.“ Leuten den Mittelfinger zu zeigen, wurde meine Lieblingsgeste. Vor allem bei meinem Sozialarbeiter, den ich einmal pro Woche sehen musste. So langsam kam ich in die Pubertät und das bedeutete: Meine Selbstzweifel, mein Selbsthass, mein Hass auf die gesamte Welt wurde immer stärker, immer größer. Und so, wie ich immer größer und stärker wurde, wurde ich auch immer aggressiver. Nach wie vor hatte ich keine Freunde, wurde von allen in der Schule gemieden - wenn ich denn überhaupt dort auftauchte. Die Leute im Heim versuchten alles mit mir - Therapie, Kampfsport, Musiktherapie - aber ich öffnete mich nicht. Gut, ich ging im Kampfsport auf, ich meine - ich durfte Leuten tatsächlich eine reinhauen ohne Konsequenzen!
Aber wo ich wirklich drin aufging? Zeichnen, Kunst, denn ich zeichnete schon mein ganzes Leben. Es war mein Zufluchtsort. Ich zeichnete, was ich gesehen hatte, was ich fühlte und das war wirklich das einzige, was mich runterbrachte. Mittlerweile war ich in einer Pflegefamilie untergebracht. Natürlich hasste ich es dort. Sie waren nicht meine Eltern, sie würden nie meine Eltern sein. Also lief ich weg, machte irgendwelche Randale oder so viele Probleme, dass das Heim mich wieder zurücknehmen musste. Dann landete ich in einer neuen Familie, die mich wie Dreck behandelten. Ich war deren Putzkraft, nicht mehr, nicht weniger. Ich wurde angeschrien, man warf Sachen nach mir, wenn ich nicht gut genug geputzt hatte, sperrte mich manchmal sogar einfach aus. Zeichnen war in dieser Zeit immer noch mein Zufluchtsort, ich träumte davon, Künstler zu werden, vielleicht sogar eine Kunstakademie zu besuchen. Bis jemand eines Tages mein Zeichenblock vor meinen Augen zerriss. Und mit dieser Geste hatte dieser Penner auch mich endgültig zerrissen. Ich packte meine paar Sachen und lief weg.
Moskau, Russland
„Bist du nicht ein bisschen zu jung um hier zu sein?“ Mit 15 war ich also obdachlos, komplett auf mich allein gestellt. Durch kleine Jobs konnte ich mich irgendwie über Wasser halten, wobei ich Essen und Trinken meistens klaute. Es war zu dieser Zeit, das ich anfing zu trinken. Irgendwie musste ich mir mein Leben schön machen, mich warm halten, wenn ich auf einer Parkbank oder irgendwo unter einer Brücke oder am Bahnhof schlief. Das Leben auf der Straße ließ mich alt, heruntergekommen aussehen. Gut, der Alkohol trug auch dazu bei. Irgendwann fing ich dann an mehr zu klauen - Geld, Sprühdosen, Schuhe oder Hosen. Mit den Sprühdosen lebte ich meine kreative Seite aus, sprühte überall Graffiti und dann kam es wie es kommen musste: Ich konnte nicht schnell genug rennen und wurde verhaftet. Ehrlich gesagt, fand ich es gar nicht so schlimm in einer Zelle zu sitzen. Es war wärmer als draußen auf einer Parkbank, ich bekam etwas kleines zu essen, etwas Wasser. Dann wurde ich wieder von einem Sozialarbeiter aufgegabelt und landete wieder in einem Heim. Wegen meiner Graffiti wurde ich zu Sozialstunden verurteilt und durfte diese in einem Tierheim abarbeiten. Dort entdeckte ich meine Liebe zu Tieren. Tiere urteilten nicht, ihnen war es egal, woher man kam, wie viel oder wenig man hatte. Das erste Mal in meinem Leben sah ich eine Zukunft - eine Zukunft, in der ich mich um Tiere und ihr Wohl kümmern konnte. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich irgendwas wie Perspektive.
„Kirill? Sohn?“ - „Dad?!“ Damit rechnete ich nicht. Er war zurück, er wurde aus der Haft entlassen und kam, um mich zurückzuholen. Zunächst fiel es mir schwer ihm zu vertrauen, er war die Hälfte meines Lebens weg gewesen und ich wusste nicht mal, warum er überhaupt inhaftiert worden war. Doch jetzt erzählte er mir alles: Es stellte sich heraus, dass mein Vater Verbindungen zu der Mafia hatte, dass er Drogen für sie verkaufte. Ich erfuhr endlich, warum er so oft weg war, als ich klein war, warum wir so oft umziehen mussten und warum die Polizei unsere Wohnung damals gestürmt hatte. Aber das war nicht alles. Ich erfuhr auch, was es mit meiner Mutter auf sich hatte, woher mein Vater kam, wie das alles passiert war: Mein Vater wuchs selbst in einem armen Umfeld auf, verfiel in falsche Kreise, wurde von seinen Eltern rausgeworfen und von der Mafia aufgefangen. Er fing an für sie zu verticken, verkaufte seine Seele für Geld. Dann lernte er meine Mutter kennen, eine Polin, die durch ein Austauschprogramm nach Russland kam. Ihre Beziehung war hitzig, intensiv und oft kam es zu Streitereien. Sie liebten sich, dann trennten sie sich, dann waren sie wieder ein Paar und dann trennten sie sich wieder. Und so ging es wohl ein paar Jahre, bis Ewelina den Schlussstrich zog. Auch wenn sie nun in Ewelinas Heimatstadt Rzeszów zusammenwohnten, beendete sie alles, schickte Valerii zurück nach Russland und bat ihn sich nicht mehr zu melden. Aber das konnte und wollte er nicht so stehen lassen. Meine Mutter stieß ihn immer wieder von sich ohne große Worte, sagte ihm aber letztendlich doch, dass sie schwanger war und nicht wollte, dass ich mit einem Vater aufwuchs, der Drogen schmuggelte und vertickte. Was mit meinen Großeltern auf ihrer Seite war, das konnte mein Vater mir nicht sagen - er kannte sie nicht, wusste nichts wirklich über sie und Ewelina sprach nie wirklich über sie. Woher er dann wusste, dass sie im Krankenhaus war? Sie hatte es ihm vorher gesagt, da sie es sich anders überlegte, ihn vielleicht doch dabei haben wollte. Also kam Valerii, aber leider zu spät.
Mein Vater und ich näherten uns also wieder an, er wurde zu meiner Vertrauensperson, irgendwo zum Vorbild. Er gab sich Mühe, sein Leben in den Griff zu kriegen, arbeitete jetzt als Tellerwäscher, brach den Kontakt zur Mafia ab. Und auch wenn es jetzt danach aussah, dass alles besser werden würde, wurde es das irgendwie nicht. Noch immer griff ich täglich zum Alkohol, traute niemandem wirklich über den Weg, hatte keine Freunde.
Rzeszów, Polen
„Dein Polnisch ist zwar echt schlecht, aber das sollte genügen, um hier zu arbeiten.“ Mit meinem Vater war ich zurück zu meinem Geburtsort gereist. Hier fühlte ich mich meiner Mutter und irgendwo auch meinen Wurzeln besonders verbunden. Irgendwas drang mich dazu zu bleiben, also suchte ich mir einen Job in einer Bar, übte und verbesserte mein Polnisch. Hier ließ ich mir auch meine ersten Tattoos stechen und entdeckte meine Liebe zur Körperkunst. Zeichnen war noch immer meine Passion, es war das einzige, was mich mein ganzes Leben lang begleitete. Auch wenn ich noch immer hinter der Theke einer Bar arbeitete, spielte ich mit dem Gedanken, selbst Tattoo Artist zu werden. Meine Kunst auf die Körper anderer zu bringen. Ich sparte also etwas Geld an, sprach mit dem Tattoo Artist meines Vertrauens, zeichnete wie verrückt, wenn ich nicht auf der Arbeit war und legte ihm dann mein Portfolio vor. Er gab mir Tipps, wollte mir helfen, diese Kunst zu erlernen, also kaufte ich mir meine erste Tattoo Maschine und übte an Kunsthaut und schließlich auch an mir selbst und meinem - wie ich ihn nannte - Tattoo-Lehrer.
São Paulo, Brasilien
„Du kannst mir vertrauen. Ich geh auch nicht weg.“ Es hielt mich nicht lange in Polen. Ich wollte in die Sonne, also ging es auf nach Brasilien. Warum Brasilien? Warum nicht?! Ich nahm an Tattoo-Conventions teil, suchte ein Studio, wo ich loslegen konnte und fand den bei Mariana dos Santos Soares. Sie brachte mir vieles bei, half mir meine Technik zu verbessern und irgendwo auch meinen Stil zu finden. Wenn ich nicht gerade im Studio war, zog es mich zu den verschiedensten Bars, verbrachte meine Nächte mit oder bei irgendwelchen Flirts, die schließlich zu One Night Stands wurden. Ich war kein Mann für Beziehungen, das war zu viel Nähe, ich machte mich zu verletzlich und musste mich öffnen. Das waren alles Dinge, die ich garantiert nicht wollte. Selbst wenn sie mir ihre Nummern gaben und ich sagte, dass ich anrufen würde, wusste ich ganz genau, dass ich das nicht tun würde.
Dann erhielt ich einen Anruf, den wohl schlimmsten Anruf, den ich hatte kriegen können: Mein Vater wurde tot aufgefunden. Diese Gefühle, die mich überkamen, waren… viel zu viele. Der Schmerz war viel zu groß. Ich hatte nie gelernt mit Gefühlen umzugehen, hatte Angst vor dem Verlust und jetzt stand ich da. Wortlos, gefühlskalt und gleichzeitig überwältigt von Wut, Trauer und irgendwo auch Verleugnung. Ich legte auf, schrieb Mariana und machte mich auf zur nächsten Bar, wo ich mich komplett volllaufen ließ. Dann zog ich weiter, zog durch die Stadt im Suff, nahm alles nur noch so halb wahr. Irgendwann, nachdem sie mich ausfindig gemacht hatte, kam Mariana und sammelte mich ein, versuchte auf mich einzureden und irgendwie da zu sein, was ich nicht begriff. Warum tat sie das? Warum zeigte sie sich besorgt? Weil ich endlich - zum ersten Mal in meinem Leben - eine wirklich gute Freundin gefunden hatte. Sie nahm mich mit zu sich, ließ mich auf ihrem Bett den Rausch ausschlafen und begleitete mich über die nächste Zeit durch meine Trauer, durch diese Gefühle, die ich nicht fühlen wollte. Und während ich ihr noch immer nicht viel über meine Vergangenheit erzählte, mich versuchte zu verschließen, merkte ich, dass ich sie doch sehr nah an mich rangelassen hatte. Mit der Zeit wurde sie zu meiner Besten Freundin, die einzige Person, die ich hatte. Trotzdem wurde mein Alkoholproblem nicht besser und irgendwann konnte ich es vor ihr nicht mehr verheimlichen. Gleich mehrmals wurde ich gebeten einen Entzug zu machen, mir Hilfe zu suchen, aber irgendwo wollte ich das gar nicht. Meine Angst vor dieser Veränderung, davor, diese Stütze zu verlieren, war einfach viel zu groß. Schließlich hatte ich mich doch bequatschen lassen und ging in eine Entzugsklinik, versuchte mich zu bessern, ohne mich wirklich großartig den Leuten dort zu öffnen. Dann ging es mir auch erstmal „besser“ - ich hatte doch tatsächlich mit dem Trinken aufgehört. Aber was machte ich dann nachts? Wo sollte ich die nächste Frau für den Abend finden, wenn nicht in der Bar? Ich war überfragt.
St. Paul, USA
„Ich will.“ Mariana und ihre Frau, die als Piercerin im Studio tätig war, gaben sich endlich das Jawort. Und was wollte ich? Saufen, natürlich! Inzwischen hatte ich wieder - heimlich - mit dem Trinken angefangen. Na ja, nicht ganz so heimlich. Mariana und ihre Frau boten mir an, dass ich mit in die USA, wir zu dritt ein Studio eröffnen, damit ich nicht alleine zurück blieb unter der Voraussetzung, dass ich wieder einen Entzug machte. Offensichtlich willigte ich ein und ging zum zweiten Mal in die Entzugsklinik, dieses Mal in Minneapolis. Und dieses Mal schaffte ich es sogar fast drei Jahre trocken zu bleiben. Leider musste ich nur wieder rückfällig werden. Und zwar so richtig. Nach einem kompletten Absturz fand ich mich in einem Blumenbeet vor irgendeiner Boutique wieder mit zerrissenem Shirt und nur einem Schuh am Fuß. Und über 50 verpasste Anrufe. Wo war mein verdammter Schuh? In dem Blumenbeet daneben. Mariana und ihre Frau sammelten mich ein und steckten mich wieder in die Klinik. Und dieses Mal wollte ich es wirklich schaffen. Dieses Mal wollte ich wirklich aufhören und es für immer gut sein lassen. Wenigstens versuchen mich zu bessern. Mir wurde klar, dass ich mich vielleicht öffnen musste, dass ich an mir arbeiten musste. Aber konnte ich mich wirklich ändern? War ich wirklich dazu bereit, mich zu öffnen und verletzlich zu machen?
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zuletzt bearbeitet 04.08.2026 20:28 |
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hey (:
Dich kenn ich doch... Momentah ja, von der Vorstellung stimmts? Ich glaube du wirst hier drüben schon sehnsüchtig erwartet (:
Daher mach ich das hier kurz:
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Passwort: So oder so (:
@Philippa Solene Pearson wartet glaub ich schon am Flughafen auf dich. *Lunzt rüber*
Philippa Solene Pearson sagt Dankeschön!
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zuletzt bearbeitet 04.08.2026 20:52 |
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PB 18+ ? (Ja/Nein) · PW (Passwort)
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(Deine Story hier ✨)
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[center][style=font-size:6px]@Delilah Brubaker @Nici Tatsuya
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(Name) · (Alter / Herkunft) · (Beruf / Schicht)
Han Yun-Jin 'Yuna' · 29 Jahre/Taylor Falls (koreanische Wurzeln) · Kinderpsychologin/Obere Mittelschicht
Avatar: Jennie Kim, reserviert♥
Rolle:
□ Bewohner
□ Gesundheit
□ Kriminell
Gesuch:
□ Ja
Probepost:
□ Ja? Ich weiß nicht (:
□ Schon erledigt/ Schreibstil bekannt
OOC:
PB 18+ ? (Ja/
Story
soft whispers in a room full of ghosts
a heartbeat where silence should be
Yuna is a woman who never learned how to be loud, because silence has always been the language she trusted most. While others dress their emotions in words, she carries hers in lingering glances, barely noticeable touches, and long stretches of quiet, as though they were precious secrets never meant for the rest of the world. At first glance, she appears composed, almost untouchable, wrapped in an effortless elegance that many mistake for emotional detachment. In truth, the flawless façade hides nothing more than someone who learned far too young that vulnerability is a luxury not everyone can afford. She observes far more than she speaks, remembers the little things everyone else forgets, notices the insecurity hidden beneath carefully crafted confidence, and often hears what is left unsaid far more clearly than what is spoken aloud. Perhaps that is why she has taught herself to lock her own thoughts away so deeply, as though they could never hurt anyone if they remained forever unspoken. She is a woman made of contradictions that will likely never find peace with one another. There is an almost painful tenderness in the way she cares for people - offering her jacket before anyone has the chance to admit they're cold, remembering birthdays, favorite coffees, insignificant details others would never think twice about, and listening for hours without ever trying to shift the conversation toward herself. Yet there are moments when she retreats behind a wall of icy distance so absolute that even those closest to her struggle to reach her. Not because she does not care, but because she never learned how to stay once the fear of being abandoned becomes louder than reason itself. To Yuna, intimacy has always been both sanctuary and danger, which is why she so often pulls away at the exact moment she longs most to be held. Love has never been a simple emotion to her; it is complete surrender. She does not love halfway, cautiously, or without consequence. When she gives someone her heart, she does so with an intensity that sometimes frightens even herself, because she slowly loses every sense of where her own boundaries begin and end. Without realizing it, she ties her happiness to another person's existence, finding comfort in the sound of their voice, peace in their presence, and reassurance in every glance they offer, until she can barely distinguish where she ends and they begin. It is both her greatest strength and her deepest flaw, because beneath her unwavering loyalty lives the relentless fear of one day no longer being enough. A delayed message, an absent-minded look, or the smallest trace of unfamiliar distance is enough to tear open wounds that never truly healed. She knows her mind often lies to her, yet she cannot always convince herself not to believe it. Despite all the darkness she carries within her, Yuna has never stopped believing in the goodness of people. Perhaps because she desperately hopes there is something inside herself beyond the scars left by her past. She meets children with a warmth she has never been able to offer herself, stands up for those who cannot stand up for themselves, and forgives others far more easily than she will ever forgive her own mistakes. The greatest cruelty in her life is rarely directed at anyone else - it is almost always turned inward. She questions every decision she makes, measures herself against expectations that exist only in her own mind, and carries a guilt whose origin she can no longer remember. Sometimes she wonders whether she even knows what peace is supposed to feel like, or whether she has lived alongside chaos for so long that silence itself has become more unfamiliar than any storm. Those who truly come to know Yuna never find a cold woman. Instead, they discover someone whose heart has always been far too large for the walls she built around it. Behind her quiet smile, graceful movements, and carefully measured voice lives a soul that wants nothing more than to believe that love is not something that has to be earned. Perhaps that will always be her greatest battle - not leaving the past behind, but finally accepting that, despite everything she has survived, she has always been worthy of being loved.
Yuna erinnert sich kaum an ihre leiblichen Eltern. Nicht an ihre Gesichter, nicht an den Klang ihrer Stimmen und nur bruchstückhaft an die Wohnung, in der sie ihre ersten Lebensjahre verbrachte. Was geblieben ist, sind einzelne Erinnerungen, die sich wie Splitter in ihrem Inneren festgesetzt haben und bis heute schmerzen, sobald etwas sie berührt: der stechende Geruch von Alkohol, schmutzige Teppiche, zerbrochenes Geschirr, dumpfe Schreie hinter verschlossenen Türen und das lähmende Gefühl eines Kindes, das jede Nacht hoffte, diesmal würde niemand die Geduld verlieren. Ihre Eltern waren schwer alkoholkrank, gefangen in einem Kreislauf aus Sucht, Gewalt und Vernachlässigung, unter dem nicht nur sie, sondern auch ihre Geschwister jahrelang litten, bis das Jugendamt schließlich eingriff und die Kinder aus ihrer Familie holte. Vieles davon verschwand mit den Jahren aus ihrem bewussten Gedächtnis, doch Traumata besitzen die grausame Eigenschaft, sich nicht an das Vergessen zu halten.
Kurz darauf wurde Yuna von einem angesehenen Ärztepaar adoptiert, das ihr all das schenken wollte, was ihr bislang verwehrt geblieben war. Ein liebevolles Zuhause, Stabilität, Sicherheit und Eltern, die jedes Schulkonzert besuchten, jede Träne ernst nahmen und sie nie daran zweifeln ließen, dass sie gewollt war. Sie finanzierten ihre Ausbildung, unterstützten jedes ihrer Ziele und glaubten vom ersten Tag an an das Mädchen, das selbst kaum an sich glauben konnte. Und dennoch blieb tief in ihr eine Leere bestehen, für die sie lange keine Erklärung fand. Sie fühlte sich schuldig für ihre Traurigkeit, weil sie wusste, wie viel Glück sie gehabt hatte, und gleichzeitig schämte sie sich dafür, dass all diese Liebe die Schatten ihrer Vergangenheit nicht einfach verschwinden ließ. Je älter sie wurde, desto häufiger kehrten Erinnerungen zurück, die sie längst verloren geglaubt hatte. Manchmal genügte ein bestimmter Geruch, manchmal das Zuschlagen einer Tür oder das Klirren einer Flasche, und plötzlich war sie wieder dieses kleine Mädchen, das sich in einer Ecke zusammenkauerte und hoffte, übersehen zu werden. Gerade diese Erfahrungen führten sie schließlich zur Psychologie. Vielleicht wollte sie verstehen, weshalb manche Wunden unsichtbar bleiben, vielleicht hoffte sie insgeheim auch, eines Tages sich selbst erklären zu können. Mit Unterstützung ihrer Adoptiveltern absolvierte sie ihr Studium mit ausgezeichneten Leistungen und spezialisierte sich anschließend auf Kinder- und Jugendpsychologie. Heute begegnet sie täglich Kindern, die Ähnliches erlebt haben wie sie selbst, erkennt Angst hinter Schweigen, Wut hinter Rückzug und Schmerz hinter auffälligem Verhalten, während kaum jemand ahnt, dass jede ihrer Diagnosen auch ein kleines Stück ihrer eigenen Geschichte widerspiegelt. Im Behandlungszimmer wirkt sie ruhig, geduldig und beinahe unerschütterlich. Sie schenkt anderen die Sicherheit, nach der sie selbst ihr ganzes Leben gesucht hat. doch noch bevor sie diesen Weg einschlug, gab es jene Nacht, die ihr Leben leise aus der Bahn warf. Eine Party, wie es unzählige gab, laute Musik, flackernde Lichter, Menschen, die für ein paar Stunden vergessen wollten, wer sie außerhalb dieser Wände waren. Dort traf sie Vale wieder, den Jungen, den sie aus früheren Jahren kannte und der inzwischen überall dort auftauchte, wo gefeiert wurde. Er war nie der Klischee-Bad-Boy, als den andere ihn so gern abstempelten. Hinter den Gerüchten, den Partys und den Geschäften verbarg sich ein Mensch, der mehr Mitgefühl besaß, als viele jemals bemerkten. Als sie ihn damals nach einer Pille fragte, weigerte er sich zunächst, sie ihr zu verkaufen. Stattdessen schluckte er dieselbe kleine bunte Tablette gemeinsam mit ihr, als wolle er verhindern, dass sie diesen Schritt allein ging. Zum ersten Mal seit langer Zeit verstummten die Bilder ihrer Kindheit. Die Enge in ihrer Brust löste sich auf, ihr Kopf wurde leicht und für wenige Stunden existierte keine Vergangenheit, keine Schuld und keine Angst mehr. Es war nie die Droge, nach der sie sich fortan sehnte. Es war dieses Gefühl, endlich für einen Augenblick frei zu sein.
Als sich ihre Wege wegen des Colleges wieder trennten, redete sie sich ein, dass genau das vernünftig sei. Sie wollte lernen, wollte ihr Leben ordnen und endlich zu der Tochter werden, von der sie glaubte, ihre Adoptiveltern hätten sie verdient. Doch das Schicksal hatte eine andere Vorstellung. Vale verschwand nie ganz aus ihrem Leben. Nicht ihretwegen, sondern weil sein Leben ihn immer wieder dorthin führte, wo Menschen feierten, Grenzen verschwammen und Nächte länger dauerten als sie sollten. Anfangs begegneten sie sich nur flüchtig, später immer häufiger, bis sie schließlich aufhörten, so zu tun, als wären sie einander gleichgültig. Was zwischen ihnen entstand, war nie einfach. Sie fanden ineinander einen Ort, an dem sie ihre Masken ablegen konnten, zwei Menschen, die den Lärm im Kopf des anderen verstanden, ohne ihn erklären zu müssen. Gerade deshalb entwickelte sich ihre Verbindung zu etwas, das sich jeder klaren Definition entzog. Sie gaben einander Halt, wenn die Welt zu laut wurde, verloren sich aber ebenso leicht in ihren Ängsten, ihrer Unsicherheit und ihrer beinahe verzweifelten Furcht davor, irgendwann verlassen zu werden.
Bis heute gerät Yuna regelmäßig mit ihren Adoptiveltern aneinander, obwohl sie sie über alles liebt. Nicht, weil diese ihr jemals das Gefühl gegeben hätten, zu versagen, sondern weil sie selbst überzeugt ist, ihren Erwartungen nicht gerecht geworden zu sein. Sie sieht noch immer das Mädchen, das zu viel feierte, Drogen nahm und verzweifelt versuchte, Erinnerungen zu betäuben, die nie aufgehört hatten zu existieren. Dass ihre Eltern in ihr längst die starke Frau sehen, die sie geworden ist, erreicht sie oft nicht. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb Vale bis heute einen so besonderen Platz in ihrem Leben einnimmt. Bei ihm muss sie nicht erklären, warum manche Nächte schwerer sind als andere. Er kennt die dunkelsten Seiten ihrer Seele und bleibt trotzdem. Und vielleicht ist genau dieses Bleiben das Einzige, das sie ihr ganzes Leben lang gesucht hat.
©Design - NiciTatsuya
Vale Tatsuya liebt es!
zuletzt bearbeitet 15.08.2026 13:13 |
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Hallo meine Liebe, da bist du ja schon tut mir leid für die lange Wartezeit...irgendwie kommen die Benachrichtigungen nicht auf meinem Handy an... ich hole mal @Vale Tatsuya dazu dass er sich deine Story durchsieht und ggf. mitteilt ob ein Probepost erforderlich ist oder nicht und das Passwort findest du weiter unten in den Regeln, kleiner Hinweis, es ist ein Wort das so nicht wirklich in den Satz passt

@Delilah Brubaker @Lydia Harrington @Nici Tatsuya @Raelle Thorn @Yiya Striker @Niklas Brubaker @Aiyana Stillwater @Theresa Delgado @Jaron Miller @Eduard Hudson @Kirill V. Nowak-Sergeyev
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Oh man, ich habe das so selbstverständlich einfach in den Regeln als Teil des Textes mitgelesen... wir schieben es einfach bitte auf das Wetter, ja?
PW: *Mapf... Deli hatte grad Appetit*
Delilah Brubaker bekommt einen Lachflash
zuletzt bearbeitet 06.08.2026 15:23 |
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Sorry für die Verspätung. Der Verkehr war ….. voll
Also komm rüber! Ich hol noch Milchshakes, dann sehen wir uns bei mir
Delilah Brubaker sagt Dankeschön!
Delilah Brubaker gibt dir die Faust
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□ Ja
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